Sterne sind hell, Planeten lichtschwach. Exoplaneten im hellen Schein ihres Heimatsterns zu sehen ist ähnlich schwierig, wie das Zirpen einer Grille während eines Rockkonzerts zu hören. Aber manchmal gelingt es doch, sich ein Bild von ihnen zu machen.
Aus dem Rampenlicht: Astronomen der ESO ist es gelungen, den Exoplneten Beta Pictoris b direkt zu beobachten. Dafür haben sie das licht seines Heimatsterns ausgeblendet.
Credit: ESO
Hab dich! Im Jahr fing das Very Large Telescope der ESO das schwache Infrarotlicht des riesigen Exoplaneten 2M1207b ein (unten links) - eine Premiere in der Astronomie.
Credit: J. Bally (University of Colorado)/ H.Throop (SWRI)
Ein Exoplanet kann mehr als eine Milliarde Mal lichtschwächer als sein Heimatstern sein. Im infraroten Bereich ist ein junger, heißer Planet leichter zu entdecken – aber nur wenn es gelingt, das Licht des Sterns zu blockieren. Und selbst dann muss es sich um einen nahen Stern handeln. Der Planet muss außerdem groß sein und den Stern auf einer fernen Umlaufbahn umkreisen. Der ESO gelang es im Jahr 2004, das allererste Bild eines Exoplaneten zu machen. Seitdem wurden Exoplaneten in einigen anderen Sonnensystemen direkt beobachtet. Zuküftige Instrumente könnten sogar erdähnliche Exoplaneten abzubilden.
Staubige Nachbarschaft: Der junge Stern Fomalhaut wird von einer staubigen Scheibe umgeben, in der sich auch der Planet Fomalhaut b befindet (künstlerische Darstellung).
Credit: ESA/NASA/L. Calçada
In Bewegung: Auf zwei Bildern des Weltraumteleskops Hubble sieht man, wie sich der Exoplanet Fomalhaut b um seinen Heimatstern bewegt.
Credit: NASA/ESA/P. Kalas (University of California, Berkeley)
Schau dir das Bild rechts an. Das Licht des Sterns wurde ausgeblendet. Daher werden die lichtschwachen Planeten rund um den Stern für uns sichtbar. Wie viele Planeten kannst du sehen?
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