Alles, was man zum Bau eines Planetensystems braucht, sind eine Wolke aus Gas und Staub, die sich um einen jungen Stern bewegt, sowie eine Menge Geduld. Den Rest erledigt die Gravitation.
Innen heiß, außen kalt: Ein Protostern ist von einer inneren dünnen und heißen sowie einer äußeren dicken und kühleren Gasscheibe umgeben, die auch zahlreiche Staubteilchen enthält.
Sterne werden aus kollabierenden Gasund Staubwolken geboren. Der Großteil dieses Materials bildet die neue Sonne. Ein paar Prozent davon formen allerdings eine flache rötierende Scheibe rund um den Stern. In wenigen Millionen Jahren wachsen die Staubpartikel in dieser Scheibe zu zentimetergroßen Kieselsteinen – den ersten Bausteinen für Planeten. Vor 4,6 Milliarden Jahren entstand unser Planetensystem aus einer solchen Scheibe. Aufgrund ihres Potenzials, Planeten zu bilden, werden diese Scheiben protoplanetare Scheiben genannt – oder kurz: Proplyds.
Doppeltes Potenzial: Entstehen hier zwei Sonnensysteme? Beide Sterne in dem jungen System HK Tauri sind von einer protoplanetaren Scheibe umgeben (künstlerische Darstellung).
Credit: R. Hurt (NASA/JPL-Caltech/IPAC)
Aus winzigen Schneeflocken kannst du große Schneebälle und riesige Schneemänner formen. Genauso können aus kleinen Gas- und Staubteilchen ganze Planeten entstehen.
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