Geschichte der ESO Supernova

Die Idee zum Bau der ESO Supernova wurde im Austausch zwischen der ESO und der Klaus Tschira Stiftung entwickelt, die auch den Bau der Einrichtung ermöglicht. Betreiber wird die ESO sein. Aufgrund der schon länger existierenden wissenschaftlichen Kontakte zwischen der ESO und dem Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde dieses beauftragt, moderne interaktive Ausstellungskonzepte zu astronomischen Themen auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse für das Besucherzentrum zu entwickeln. Die Klaus Tschira Stiftung hat bereits das Haus der Astronomie in Heidelberg errichtet, das von der Max-Planck-Gesellschaft betrieben wird.

Im Dezember 2013 nahm ESO offiziell die Schenkung der Einrichtung von der Klaus Tschira Stiftung an.

Im Frühjahr 2014 brach ein Team von ESO-Fotografen auf eine Ultra-HD-Expedition zu den Observatorien der ESO in Chile auf. Auf dieser Reise erstellten sie jede Menge Inhalte, darunter Zeitraffer, Standbilder und Panoramas im Ultra-High-Definition- und Fulldome-Format. Diese Aufnahmen wurden in die Planetariumshows der ESO Supernova integriert.

Im Sommer 2014 begann die ESO mit der Produktion von hochauflösendem Bildmaterial für den Einsatz in den Planetariumshows. Auf dieses Material konnten andere Planetarien umgehend kostenlos zugreifen.

Anfang 2015 begannen die Bauarbeiten für das ESO Supernova-Gebäude am Hauptsitz der ESO. Gleichzeitig ging die Website der ESO Supernova online.

Im Sommer 2015 veröffentlichte die ESO ihre erste Fulldome-Planetariumshow: Von der Erde zum Universum. Dieser inspirierende Film wurde auch der erste Planetariumsfilm in voller Länge, der für jedermann zum Download und zur Verwendung frei verfügbar ist.

Im April 2016 wurde das beeindruckende Sternendach über dem Welt-Raum in der ESO Supernova installiert. Das fast 30 Tonnen schwere Dach besteht aus Glaspaneelen, die in ein Metallgerüst aus dreieckigen Segmenten eingefasst sind. 262 davon sind so angeordnet, dass sie Sternbilder des südlichen Himmels darstellen.

Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit war der Rohbau des Zentrums im Sommer 2016 fertig.

Bis Herbst 2016 hat die ESO eine Reihe von Fulldome-Produkten entwickelt, darunter Clips, Panoramen und ganze Shows, die alle zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen.

Im Oktober 2016 unterzeichnete das Computergrafik-Unternehmen Evans & Sutherland eine dreijährige Partnerschaft mit der ESO als Sternbild-Partner im ESO Supernova Planetarium & Besucherzentrum. Evans & Sutherland ist Spezialist für das weltweit führende Planetariumsystem Digistar, das im ESO Supernova Planetarium umfassend eingesetzt wird.

Im April 2017 haben die ESO und ihre Partner das Data2Dome Planetarium System eingeführt. Damit können Planetarien überall Bilder und Videos der ESO, ESA und NASA, Fulldome-Inhalte, 3D-Modelle, Musik und die neuesten Pressemitteilungen und Blogs von Astronomieorganisationen weltweit zeigen.

In den Monaten bis April 2018 wurde die Ausstellung aufgebaut und letzte Hand an alle Aspekte der ESO Supernova gelegt. Die ESO Supernova ist nun bereit ihre Besucherinnen und Besucher zu empfangen.

 

Historische Bilder

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Klaus Tschira präsentiert das ESO Supernova-Projekt während der Unterzeichnung der Schenkung im ESO-Hauptsitz. Herkunftsnachweis: ESO

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Tim de Zeeuw, Generaldirektor der ESO, unterzeichnet das Dokument für das Besucherzentrum zusammen mit Klaus Tschira, dem Stifter der Klaus Tschira Stiftung. Herkunftsnachweis: ESO

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Die Enthüllung des Logos der ESO Supernova. Herkunftsnachweis: ESO

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Erster Spatenstich für die ESO Supernova. Herkunftsnachweis: ESO

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Das Sternendach wird an seinen Platz gehoben.. Herkunftsnachweis: ESO

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Rohbau der ESO Supernova fertiggestellt in Juni 2016. Photo: ESO

Weitere Bilder finden Sie in unserem Bildarchiv.

 

Zeitraffervideo (2015–2018)

Weitere Informationen.